Sieben Semester Wellengang

eingestellt von Florian Müller am 22. Juli 2018

Tanja Tauschek nimmt uns mit auf ihr ganz persönliches “Abenteuer S-Hochschule” ►

Dass man bei der Sparkasse Fürth auch schon in jungen Jahren Karriere machen kann, haben wir bereits mit den Berichten von den Lehrgängen von Stefan Leicht (Sparkassenfachwirt) und Patrick Vigas (Sparkassenbetriebswirt) in den vergangen Wochen erzählt. Nun gibt es noch ein ganz besonderes Highlight: Tanja Tauschek nimmt uns mit auf ihr “Abenteuer S-Hochschule”.

28. Oktober 2016. Bonn. ENDLICH.

Nach über drei Jahren Studium fand für mich die Absolventenfeier der Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe statt. Über drei Jahre voller Lernen, Power, Verzweiflung, Ehrgeiz und schlaflosen Nächten lagen hinter mir.

Die vergangenen Jahre hatten mich nicht nur zum Bachelor of Science gemacht, sondern ganz nebenbei war ich auch als Hotel und Akademietesterin und auf der Suche nach den besten Restaurants und Clubs deutschlandweit auf Mission. Landshut, Stuttgart, Eppstein, Düsseldorf, Bonn, Münster. Denn trotz den tausenden Skriptseiten und intensiven Vorlesungen durfte das „Netzwerken“ unter den Kommilitonen natürlich nicht zu kurz kommen.

Wir stechen in See

Im April 2013 begann meine Mission und ich ging an Bord. Vor mir lagen sieben Semester Wellengang mit 34 Modulen aus den Bereichen der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre, quantitativer Methoden, Rechtswissenschaft und natürlich der Bankbetriebslehre. Die wahre Herausforderung bestand für mich im Selbststudium, denn neben einem vorgesehenen Vorlesungstag pro Modul mussten die Studieninhalte selbstständig erarbeitet und gelernt werden. Ade Feierabend. Ade Wochenende.

Sturm zieht auf

In den ersten vier Semestern standen die Grundlagenmodule im Vordergrund und wir passierten seichte wie auch tiefergehende Gewässer. Mikro- und Makroökonomie, betriebliches Steuerrecht oder auch Rentabilitäts- und Risikomanagement, um nur einige der Highlights an dieser Stelle zu nennen. Folglich widmete ich meine Wochenenden u.a. dem Regressionskoeffizient, der Geldpolitik der EZB. Auch die Analyse von Derivaten raubte mir einige Stunden und Nerven.

Über zwei Jahre später war es dann schließlich soweit und ich konnte aus insgesamt neun Spezialisierungen meine beiden Favoriten wählen. Relativ schnell stand für mich fest, dass ich neben der Immobilienökonomie auch den Bereich des Vermögensmanagements vertiefen möchte. Und nach sechs Semestern kam dann was kommen musste und Sturm zog auf: Die Bachelorarbeit.

Bevor es allerdings ans Recherchieren und Schreiben ging, war das Wettrennen um die beliebtesten Themen und Professoren eröffnet. Kurze Zeit später stand fest, es würde eine Arbeit über „Das Absehen von der Strafverfolgung nach
§ 398a AO – Besonderheiten der strafbefreienden Selbstanzeige“ bei Prof. Dr. Thomas Köster werden. Was das genau ist? Das hatte ich mich ursprünglich auch gefragt. Für alle, die wie ich anfangs nur Bahnhof verstanden haben: Ich sage nur Uli Hoeneß. Acht Wochen und unzählige Wortsynonyme später war das Werk vollendet und ich schickte voller Erleichterung 50 Seiten nach Bonn. Land in Sicht! Doch damit nicht genug. Nach knapp fünf Stunden Bahnfahrt folgte am
4. Juli 2016 ein 20-minütiges Kolloquium in Bonn, bis um 15:25 Uhr Prof. Dr. Köster die Worte „Herzlichen Glückwunsch, Frau Tauschek“ aussprach und ich endlich vor Anker ging.

Wir kapern ein Partyschiff

Das sollte natürlich gebührend gefeiert werden! Und so traf sich unser Abschlussjahrgang, bestehend aus 83 frischgebackenen Bachelors, Ende Oktober in Bonn. Neben dem Leiter der Hochschule Prof. Bernd Heitzer erwartete uns Joachim Schmalzl (geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen und Giroverbands), der uns mit seiner humorvollen und zugleich motivierenden Rede bereits nach wenigen Minuten vollauf begeisterte. Der krönende Abschluss fand allerdings nicht auf Land statt, sondern, wie sollte es auch anders sein, zu Wasser auf dem Rhein- denn der Alumni-Verein der S-Hochschule hatte eigens für uns ein Partyschiff gekapert.

In diesem Sinne: Ahoi Matrosen, alle Kraft voraus!

 

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