Volkswirtschaft Prognosen Februar 2026
Stabiles Wachstum, neutrale Geldpolitik, geopolitische Spannungen: Wie wirken sich diese Entwicklungen auf die Märkte aus? Die neuen “Volkswirtschaft Prognosen” der DekaBank-Volkswirte geben Antworten.
►
Politische Nachrichten schweben über den Märkten
Die Wirtschaftsdaten trudeln ein und werden von Volkswirten und Marktteilnehmern aufmerksam beobachtet. Darin bestätigt sich erwartungsgemäß das ordentliche Wachstumstempo der Weltwirtschaft um rund 3 %. Die Inflationsraten liegen meist nahe der Ziele der Notenbanken. Die Europäische Zentralbank kann daher ihre Leitzinsen auf dem neutralen Niveau belassen. Die US-Notenbank Fed hat nicht zuletzt aufgrund der noch erhöhten Inflationsraten im Januar keine weitere Leizinssenkung vorgenommen. In der aktuellen Berichtssaison veröffentlichen die US-Unternehmen starke Daten und weisen im Durchschnitt überraschend hohe Gewinnsteigerungen aus. Das sind gute Nachrichten für die Finanzmärkte.
Doch zugleich ebbt die Flut (geo-)politischer Nachrichten nicht ab. Sie schweben förmlich über der – nach wie vor widerstandsfähigen – Weltwirtschaft und sorgen gelegentlich für einzelne heftigere Marktreaktionen, die aber nur eine kurze Halbwertszeit haben. Die USA haben eine große Militärflotte in den Nahen Osten entsendet, was die Sorgen vor einer Auseinandersetzung mit dem Iran steigen ließ, die Aktienmärkte jedoch noch nicht beeinträchtigte. Ein Hingucker war der kurzfristige Einbruch des Goldpreises als Reaktion auf die Bekanntgabe von Kevin Warsh als von US-Präsident Trump vorgesehener zukünftiger Chef der Notenbank Fed. Da die Personalie noch nicht vom Senat bestätigt ist, zudem noch nicht klar ist, welche geldpolitischen Veränderungen die Ernennung von Warsh mit sich bringen würde und wie unabhängig die Fed letztlich bleiben würde, hat sich der Goldpreis jedoch wieder erholt.
Stabiles Wachstum
So bleibt die grundsätzlich konstruktive Stimmung an den Börsen bestehen. Einschätzungen, dass Künstliche Intelligenz die Geschäftsmodelle von Softwareunternehmen erodieren lässt, haben zwar zu einer Rotation innerhalb von Aktienindizes geführt, aber keine generelle Marktschwäche ausgelöst. Bei allen Unwägbarkeiten bleiben das stabile globale Wirtschaftswachstum und die weitverbreitete neutrale Geldpolitik der Notenbanken als solide Basis für die Geldanlage in Wertpapieren.
Zu den “Makro Research Volkswirtschaften Prognosen Februar 2026”
Weitere “Finanztipps”
Quelle: Deka
#Wachstum
Schreibe einen Kommentar