Volkswirtschaft Prognosen März 2026
Militärische Eskalation im Iran, steigender Ölpreis und zunehmende Verunsicherung. Wie wirken sich diese Entwicklungen auf die Märkte aus?
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Militärische Eskalation im Nahen Osten
Die Militärintervention im Iran steht im Fokus der Finanzmärkte. Die großflächigen Luftangriffe der USA und Israels sorgen für Unsicherheit und sind in ihren vollumfänglichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft schwer abzuschätzen. Maßgeblich für die verschiedenen Belastungen ist die zeitliche Dauer der Militärintervention und ihre geographische Ausdehnung. Im unserer Einschätzung nach wahrscheinlichsten Szenario werden die Angriffe noch einige Tage, höchstens wenige Wochen andauern. Es wird dem Iran dabei auch weiterhin nicht gelingen, Ölförder- oder -exportanlagen in größerem Umfang zu zerstören.
Die Schifffahrt durch die Meerenge „Straße von Hormus“ dürfte sich innerhalb weniger Wochen normalisieren, weil die USA in der Lage sind, die vom Iran ausgehende Gefahr für den Schiffsverkehr nachhaltig einzudämmen. Zwar sind die Ziele der USA vage gehalten – insbesondere hinsichtlich eines Regimewechsels im Iran –, doch werden die militärischen Kapazitäten des Irans derart massiv geschwächt, dass die Zerstörungen in der Region und damit die Belastungen für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte begrenzt bleiben.
Bereits im Vorfeld kam zu Preissteigerungen
Die militärische Eskalation im Nahen Osten kam letztlich nicht überraschend. Bereits im Vorfeld kam es bei Rohöl und Gold zu Preissteigerungen, die zeigten, dass der Konflikt eingepreist wurde. Trotz weiterhin bestehender Risiken ist davon auszugehen, dass der Weltwirtschaft eine Schockstarre erspart bleibt und das grundsätzliche Expansionstempo von rund 3 % bleiben wird. Sollte es so kommen, könnten wir uns in den kommenden Monaten wieder Themen wie der US-Zollpolitik nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs oder der Geldpolitik nach dem Wechsel auf dem Chefsessel der US-Notenbank Fed widmen. Die Berichtssaison in den USA erzählte unlängst ihre Geschichte von starken Unternehmensgewinnen weiter. Und in Deutschland deutet sich nach einer konjunkturellen Bodenbildung eine gesamtwirtschaftliche Belebung im Jahresverlauf an. Noch steht freilich der Iran-Konflikt im Fokus und mithin die Frage, wie stark die Belastungen für die Weltwirtschaft schlussendlich ausfallen werden.
Zu den “Makro Research Volkswirtschaften Prognosen März 2026”
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Quelle: Deka
#Eskalation
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