Retro-Ecke: BTX (Bildschirmtext) – Das Internet der Vergangenheit?

Als ich am Wertstoffhof war, lag in im Technik/Elektro-Container ein Akustikkoppler (Gerät zur Übertragung von digitalen Daten über eine analoge Teilnehmeranschlussleitung) mit dem Schriftzeichen „BTX Decoder“. Das Erste, was mir durch den Kopf ging war: Das ist aber wirklich lange her!  ►


BTX (Bildschirmtext) – Das Internet der Vergangenheit(?) vs. Internet-Filiale

Ich habe als kleiner Junge bei meinem Onkel eine „Vorführung“ bekommen. Ich konnte damals gar nicht glauben, dass man mit einem Fernseher, einem Telefonhörer und diesem Decoder sowie einem Computer (damals ein Atari ST) in eine andere Welt gelangen konnte. Die Deutsche Post hat diesen Dienst 1983 in Deutschland ins Leben gerufen (2007 abgeschaltet). Anfangs wurde der Bildschirmtext oft mit Videotext/Teletext verwechselt. Bei BTX war es möglich, Daten an die Gegenstelle zurück zu senden und Software herunterzuladen. Mit Videotext werden nur Informationen abgerufen, zum Beispiel Wettervorhersagen.

Es war sogar möglich, einfache Funktionen wie Kontostand oder Überweisung mit dem BTX System durchzuführen. Anfangs nur bei der Postbank und später auch bei der Sparkasse (BTX Seite *968510# – Sparkasse Fürth 🙂 ) und anderen Instituten.

Meine jüngere Schwester habe ich dann aus Neugier gefragt, ob sie schon mal den Begriff „BTX“ gehört hat. Die Antwort war zu erwarten. Sie wusste nicht, was damit gemeint war. So dürfte es der Mehrzahl der Personen im Jahr 2019 gehen. Obwohl heute kaum noch wer BTX kennt, so war es doch sehr fortschrittlich für seine Zeit.

Mein Fazit 🙂

Man könnte BTX als den Vorläufer des Internets bezeichnen. Vergleicht man heute die Anwendung auf der Sparkassen Internet-Filiale mit früher, so ist der Umfang und die Darstellung erheblich verbessert worden. Die technischen Möglichkeiten große Datenmengen schnell zu übertragen haben auch dazu beigetragen, dass man Internetseiten ansprechend gestalten kann.

Ein Bericht von Jochen Franz

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