Falschgeld: Neue 100- und 200-Euro-Noten und ein Abschied

Die 100- und 200-Euro-Scheine machen es Geldfälschern noch schwerer. Die neue Serie hat nur sechs statt sieben Stückelungen, da es keine 500-Euro-Scheine mehr gibt.

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Seit Ende Mai sind sie im Umlauf, die neuen 100- und 200-Euro-Scheine. Es ist die zweite Euro-Banknoten-Generation und sie macht es Fälschern besonders schwer. Aber noch eine Neuerung gibt es: die 500-er sind Geschichte. Denn der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt hatte Anfang Mai 2016 schon beschlossen, dass die neue Europa-Serie nur noch sechs statt sieben Stückelungen umfassen wird. Die Ausgabe des 500er wurde damit beendet. In allen europäischen Ländern wurde das zum 27. Januar 2019 umgesetzt – in Deutschland und Österreich zum 26. April 2019, da in beiden Ländern der Schein vergleichsweise häufig genutzt wurde. Allerdings macht er nur 2,3 Prozent des gesamten Geldumlaufs in der Eurozone aus, er ist also eine echte Seltenheit. Aber keine Angst: alle alten ausgegebenen 500er-Noten behalten ihre Gültigkeit.

100er- und 200er-Euro-Noten besonders fälschungssicher

Am 28. Mai 2019 gingen die beiden neuen 100- und 200-Euro-Schein „an den Start“. Sie wurden als die letzten beiden Stückelungen in Umlauf gebracht und vervollständigten damit die neu eingeführte Europa-Serie.

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Die 100-Euro- und 200-Euro-Banknoten enthalten jeweils zwei neue, innovative Sicherheitsmerkmale: Das Satellitenhologramm oben im silbernen Folienstreifen zeigt kleine €-Symbole, die sich um die Wertzahl bewegen. Die €-Symbole sind unter direkter Lichteinstrahlung besser zu erkennen. Zudem wurde die Smaragdzahl überarbeitet: Wird die Banknote gekippt, erzeugt die glänzende Zahl links unten weiterhin den Effekt, dass sich ein Lichtbalken auf und ab bewegt und sich ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau verändert. Bei den neuen Banknoten sind in der Zahl darüber hinaus nun auch €-Symbole zu sehen.

Ihren Namen verdankt die neue Serie der Europa, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie. Ihr Porträt findet sich beispielweise in den verbesserten Sicherheitsmerkmalen der Euro-Banknoten: im Porträt-Wasserzeichen und im Porträt-Hologramm. Das verwendete Motiv stammt von einer im Louvre in Paris ausgestellten Vase, die vor über 2.000 Jahren in Süditalien gefunden wurde.

Zur besseren Handhabung haben die beiden Banknoten die gleiche Höhe wie die 50-Euro-Banknoten. Über die sichtbaren Merkmale hinaus wurden neue, verbesserte maschinenlesbare Sicherheitsmerkmale in die Banknoten integriert.

Sicherheitsmerkmale

Die Sicherheitsmerkmale kurz und knapp oder etwas ausführlicher im Video:

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