Retro.Ecke – Die Börse früher und heute

Wenn man heute Nachrichtensendungen sieht, wird oft auch ein Blick an die Frankfurter Börse geworfen. Menschen sieht man dort fast keine, vielmehr Reihen voller Bildschirme. Der digital abgewickelte Umsatz beträgt am Tag circa 5 Milliarden Euro. Eine kaum vorstellbare Summe. Aber war das schon immer so? ►

Ein Blick auf die Börse damals

Die erste eigene Börse hatte die Stadt Brügge in Belgien (1409). Damals trafen sich dort Kaufleute, um Waren auszutauschen. 1540 entstand auch in Nürnberg eine Börse. Diese war Teil des Hauptmarktes, genauer wurde der Bereich Herrenmarkt genannt. Zur Verfügung stand eine öffentliche Waage und eine Herrentrinkstube. Dort konnten Händler in einer vor Betrug geschützten Umgebung Handel betreiben. Im direkten Umfeld wurden auch sogenannte Wechsler ansässig, welche anfangs Münzwechsel und später auch Wechsel in Form von Wertpapieren anboten.
Als 1820 in Frankfurt die erste Aktie gehandelt wurde, trafen sich Anleger, Wertpapierhändler und Makler persönlich. Man schloss das Geschäft also vor Ort ab. Dabei ging es vergleichsweise gesittet zu. Es hatte nicht viel mit lautem Geschrei und Gestikulieren zu tun, so wie man es noch aus den 50er bis 90er Jahren kennt.

1997 wurde das vollelektronische Börsensystem XETRA eingeführt. XETRA steht für “exchange electronic trading” – sprich “elektronischer Börsenhandel”. Die Computersysteme verarbeiten riesige Mengen an Daten. Ein Auftrag dauert bis zur Ausführung nur noch ein paar Sekunden.
Ein Aktiendepot habe ich schon lange. Genau genommen seit dem Jahr 2000. Allerings habe ich damit noch nie wirklich etwas gemacht. Meine Aktien liegen dort und ich darf Sie beruhigen: ich bin noch kein Millionär.

Und meine persönliche Börse heute?

Die technischen Möglichkeiten sollte ich mir aber tatsächlich zu Nutze machen: Zum Beispiel mit dem Anlagekonfigurator: hierfür benötigen Sie nur einen Online-Banking-Zugang.

Der Anlagekonfigurator empfiehlt mir also einen Aktienanteil von 20%. Natürlich ist es dabei nicht getan, irgendeine Aktie zu kaufen. Die richtigen Aktien zu finden, ist für mich schwer. Dazu fehlt mir der Überblick. Hier hilft nur ein Fachmann weiter – in meinem Fall mein persönlicher Sparkassenberater. Wenn er für mich ein passendes Produkt gefunden hat, dann kann ich ihn beauftragen, dieses für mich zu kaufen.

In einzelne Aktien zu investieren ist für mich allerdings zu risikoreich – deshalb wird es bei mir höchstwahrscheinlich noch ein Fonds werden. Diese kann ich natürlich auch selber erwerben – ganz einfach über meinen Onlinebanking-Zugang. Neugiereig bin ich schließlich auch.

 

Ein Bericht von Jochen Franz

 

weitere Retro.Ecken-Berichte finden Sie hier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.