Gold – Edelmetall mit vielen Facetten

Gold fasziniert die Menschen seit jeher. Es glänzt, es ist schwer, es verkörpert Reichtum und Macht, es ist rar, wertvoll und in Krisenzeiten begehrt – das zeigt sich auch jetzt wieder.

 

Der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord und wird von vielen Anlegern als Inflationsschutz geschätzt.

Die Sparkasse Fürth bietet seit Jahren für ihre Kunden Edelmetalle zum Kauf an. Diese werden bei der BayernLB – einem der führenden Großhändler von Edelmetallen im deutschsprachigen Raum und Direktbezieher bei den bekanntesten Barren- und Münzproduzenten der Welt – erworben. Auch während des Corona-Shutdowns ist es der Sparkasse gelungen, ihre Kundinnen und Kunden mit Barren und Münzen zu versorgen.

Schon vor über 6000 Jahren war Gold begehrt

Die ältesten Funde datieren auf 4.500 v. Chr. Damals wurde Gold für Schmuck und rituelle Gegenstände verwendet und aufgrund seines Glanzes als „Sonnenmetall“ verehrt. Könige fertigten daraus Kronen, Masken und Zepter, Herrschende verzierten Gebäude und Kuppeln, um Macht und Reichtum zu zeigen. Auch die goldenen Grabbeilagen der ägyptischen Pharaonen unterstreichen die Bedeutung von Gold – im Dies- und Jenseits. Der letzte König von Lydien, Kroisos, er lebte von 595 bis 547 v. Chr., gilt neben seinem Vater als „Erfinder“ des gemünzten Geldes. Lydische Goldmünzen aus seiner Zeit finden sich heute im British Museum in London.

Über alle Epochen: Gold und andere Edelmetalle gelten als wertbeständig

„Was mich an Edelmetallen immer fasziniert hat, ist ihre Wertbeständigkeit. Wissen Sie, dass ein kleiner Ford Mittelklasse in den USA seit fast 100 Jahren ca. 14 Feinunzen Gold kostet? Und das, obwohl der Listenpreis in US-Dollar von 285 auf 23.500 gestiegen ist. Die Kaufkraft von Gold ist im Laufe der Jahre also mehr oder weniger stabil geblieben. Was sich immer verschlechtert hat, ist die Kaufkraft unseres Geldes,“ unterstreicht Roberto Falaschi, Abteilungsdirektor und Leiter Vertrieb Sorten & Edelmetalle bei der Bayerischen Landesbank. Das liegt vor allem an der Werthaltigkeit des Edelmetalls. Der Rohstoff ist selten und nur in begrenztem Maß verfügbar. Zudem lassen sich die Goldvorkommen der Welt im Vergleich zu den Liquiditätsreserven im globalen Währungssystem relativ gut nachvollziehen. Gold lässt sich eben nicht unbegrenzt neu drucken wie Geld. Auch deswegen gilt das Edelmetall in unsicheren Zeiten als ein sicherer Hafen für Anleger.

Gold ist nur eines von vielen Edelmetallen

Neben Gold stehen heute Platin, Palladium oder Silber bei Anlegerinnen und Anlegern hoch im Kurs. Anders als Gold, finden Silber, Platin und Palladium ihren Haupteinsatz in der Industrie. Gold hingegen wird hauptsächlich als Anlageprodukt gehandelt. Weitere Unterschiede liegen in der steuerlichen Behandlung der Metalle. Der Kauf von Anlagegold ist für Privatanleger aktuell von der Mehrwertsteuer befreit. Palladium und Platin unterliegen der vollen Mehrwertsteuer. Bei Silberprodukten hingegen kommt bei Silberbarren oder -münzen aus EU-Ländern die Mehrwertsteuer bzw. bei Münzbarren und Münzen aus Nicht EU-Ländern die Differenzbesteuerung zum Tragen. Beispiel: Der Händler oder dessen Lieferant zahlt für die Einfuhr der Münzen beispielsweise aus Kanada (Maple Leaf Silber) oder Australien (Kookaburra Silber) nur 7 Prozent Einfuhrumsatzsteuer. Beim Verkauf wird dann lediglich die Differenz zwischen dem Ankaufspreis und dem Bruttoverkaufspreis, also die Gewinnmarge des Händlers, mit aktuell 16 Prozent besteuert. Daher der Name Differenzbesteuerung.

Im Endeffekt bedeutet das, dass der Steuer-Zuschlag für den Käufer deutlich geringer ausfällt. Gewinne aus dem Verkauf von Münzen oder Barren sind übrigens steuerfrei, wenn die Haltefrist mindestens 1 Jahr beträgt. Wird vor dieser Jahresfrist verkauft, dann fällt Einkommensteuer nach dem persönlichen Steuersatz an. Es gilt eine Freigrenze von 600 Euro.

Für Anleger gibt es heute viele Möglichkeiten

Im Bereich der Edelmetalle gibt es mittlerweile hunderte von Produkten in unterschiedlichen Ausfertigungen und Gewichten, für jeden Geschmack und jede Anlagestrategie ist etwas Passendes dabei. Für die Wahl der Anlageform ist die steuerliche Betrachtung ebenso wichtig wie die Unterscheidung, ob ein Kauf physisch (am Schalter oder über bestimmte Sparpläne wie SOLIT Edelmetalldepot Tarif S) oder synthetisch (wie etwa Zertifikate, Inhaberschuldverschreibungen) sinnvoll ist. Wer Wert auf eine Auslieferung legt, wird die erste Variante bevorzugen. Die synthetische Variante nutzen eher Investoren, die von Preisschwankungen profitieren wollen. Auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten – Gold-Zertifikate, die einen Anspruch auf die Lieferung von physischem Gold beinhalten (Gold-ETCs mit Goldauslieferung) und Gold-Zertifikate, die keinen Anspruch auf Goldauslieferung bieten (Gold-ETCs ohne Goldauslieferung). ETC steht hier für Exchange Traded Commodities, börsengehandelte Wertpapiere, die Anlegern eine Investition in die Anlageklasse Rohstoffe erlaubt.

All diese Möglichkeiten Gold und Edelmetalle für den Vermögensaufbau bzw. die Anpassung der Vermögensstruktur zu nutzen, haben ihre Berechtigung. Jede wird steuerlich anders betrachtet und hat andere Auswirkungen, deswegen ist es wichtig, vor einer Entscheidung immer eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Hier beraten die Expertinnen und Experten der Sparkasse Fürth persönlich und umfassend. Wer will, kann sich auch auf der Internetseite der Sparkasse Fürth informieren. Hier sind ebenso Edelmetallbestellungen über das Online-Banking möglich.

 

Sparkasse Fürth, Thomas Mück, Leiter Marketing.
Sparkasse Fürth, Angelika Uebelacker, Marketing.
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