Gute Rendite mit gutem Gewissen

Die Welt sagt dem Klimawandel den Kampf an. Europa und die USA wollen mit milliardenschweren Programmen die Emission von Treibhausgasen stoppen und die Wirtschaft ökologisch umformen. Auch China ist mit im Boot.

Fondsvermögen nachhaltiger Fonds – zum vergrößern anklicken

Über Nachhaltigkeitsfonds können Anlegerinnen und Anleger an der globalen grünen Revolution teilhaben. Die Sparkasse Fürth macht die Erfahrung, dass Kundinnen und Kunden verstärkt in nachhaltige Geldanlagen investieren wollen.

Besonders starker Anstieg 2020

Wie stark das Interesse an nachhaltigen Investments ist, zeigen Daten des deutschen Fondsverbands BVI. Das Fondsvermögen nachhaltiger offener Publikums- und Spezialfonds ist 2020 um 33 Milliarden Euro gestiegen. „Die Privatanleger folgen mit ihrem Anlageverhalten dem Beispiel großer internationaler Akteure am Kapitalmarkt“, sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. „Von einem kaum erkennbaren Niveau noch vor fünf Jahren kommend, haben nachhaltige Anlagemöglichkeiten einen rasanten Zuwachs erfahren.“ Nach Berechnungen der Deka ist das weltweite Emissionsvolumen grüner Unternehmensanleihen von weniger als 10 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 bis 2019 auf über 260 Milliarden US-Dollar gestiegen. Die Deka zählt dabei zu den führenden Anbietern nachhaltiger Anlageprodukte in Deutschland und baut ihr Angebot kontinuierlich aus.

Zudem setzt sich die Deka bei Hauptversammlungen im Sinne der Anleger für nachhaltige Unternehmensführung ein. Und immer öfter rennt sie dabei offene Türen ein. „Unternehmen wie Siemens haben bereits drei strategische Ziele bei Umwelt- und Sozialkriterien sowie nachhaltiger Unternehmensführung in der Leistungskomponente der Vorstandsvergütung verankert“, berichtet Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit & Corporate Governance bei der Deka.

Längst ist dabei der Mythos widerlegt, dass grüne Fonds weniger attraktiv seien. Und tatsächlich: Ökologische und soziale Geldanlagen bringen langfristig höhere Renditen als nicht nachhaltige Kapitalanlagen. Nach einer Studie der Ratingagentur Morningstar konnten in den untersuchten fünf Jahren bis Ende 2020 stattliche 88 Prozent der nachhaltigen Aktienfonds eine Outperformance gegenüber ihren traditionell investierenden Pendants erzielen.

Investitionen in nachhaltige Geldanlagen verstärkt nachgefragt

Die Zahl der klimafreundlichen Anlagemöglichkeiten wird sicher zunehmen, denn die EU, die USA und China treiben den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen voran. Brüssel will mit dem „European Green Deal“ bis 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen in der EU auf null reduzieren. Dazu ist ein Umbau der Wirtschaft nötig.

Nutzen können die Mitgliedsstaaten dafür Teile des 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds zur Bewältigung der Folgen der Pandemie. Die USA wollen bis 2030 ihren Ausstoß an klimaschädlichen Emissionen halbieren. Finanziert werden soll dies unter anderem über die 4.000 Milliarden US-Dollar schweren Infrastrukturprogramme, die Bidens Regierung schnürt. Auch China, das Land mit dem höchsten Kohleverbrauch zur Stromerzeugung, will umschwenken. Bis 2030 soll die Verfeuerung des fossilen Brennstoffs „stufenweise verringert“ werden. China, sagt Xi Jinping, möchte „Kohlendioxid-Neutralität vor 2060 erreichen“. Dies werde dazu führen, dass Hersteller von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung, Stromspartechnologien und Steuerungsanlagen für intelligente Energienetze kräftige Umsatzzuwächse verbuchen dürften, so DekaBank-Chefvolkswirt Kater: „Zudem wird der Absatz von Elektromobilen deutlich steigen.“

Bei nachhaltigen Investments geht es allerdings um mehr als nur saubere Energieerzeugung. In der Finanzbranche wurde deshalb das Kürzel ESG geprägt. Die Buchstaben stehen für die englischen Begriffe Environment (Umwelt), Social (Sozial) und Governance (Unternehmensführung). ESG-Fonds investieren in Aktien und Anleihen von Unternehmen, die durch ihre Tätigkeit die Umwelt nicht belasten, das Personal fair bezahlen, Sozialstandards einhalten, Korruption bekämpfen und ehrlich ihre Steuern zahlen. Damit erfüllen ESG-Fonds die Wünsche zahlreicher Anleger, ethisch korrekt zu investieren. Das Fondsmanagement der Deka schließt daher mithilfe eines Nachhaltigkeitsfilters für seine Produkte Unternehmen in Verbindung mit fossilen Brennstoffen, Rüstung und Atomkraft aus. Die verbleibenden Firmen sind anhand von ESG-Kriterien bewertet. Bevorzugt ausgewählt werden für die Fonds dabei Titel, die innerhalb ihrer Branche besonders positive ESG-Merkmale aufweisen.

Mehr Transparenz für Anleger

Vorangetrieben werden ESG-Investments auch von der EU, die nachhaltigen Kapitalanlagen regulatorischen Rückenwind verschafft. Dafür wurden Normen und Kennzeichen für umweltfreundliche Finanzprodukte definiert und Transparenzvorschriften für Nachhaltigkeitsinformationen festgelegt. Außerdem wird der EU-Aktionsplan Banken und Sparkassen verpflichten, ihre Anleger über ESG-Produkte zu informieren und Nachhaltigkeit in die Anlageberatung zu integrieren. Viele Sparkassen wie etwa die Sparkasse Fürth machen es schon heute.

Zugleich leben die Sparkassen selbst Nachhaltigkeit. „Die Sparkasse Fürth ist wie die Deka Erstunterzeichnerin der Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften“, sagt Thomas Mück, Leiter Marketing der Sparkasse Fürth. „Hierin verpflichten wir uns, bis 2035 klimaneutral zu sein und wollen auf dem Weg dahin bis 2025 weitere 20 Prozent an CO2-Emissionen einsparen.

 

Sparkasse Fürth, Thomas Mück, Leiter Marketing.
Sparkasse Fürth, Angelika Uebelacker, Marketing.
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Presse-Center: www.sparkasse-fuerth.de/presse
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