GEbrauchen statt VERbrauchen: Förderprogramm für Mehrweggeschirr gestartet

Speisen und Getränke zum Mitnehmen werden immer beliebter. Seit der Corona-Pandemie ist der Zuspruch noch einmal deutlich gestiegen.

Adolf Dodenhöft, Vorstand Sparkasse Fürth, Landrat Matthias Dießl, Walter Schäfer, Zirndorfs dritter Bürgermeister, Wolfram Schaa, Umweltreferent Stadt Zirndorf, Ines Spitzer, Wirtschaftsreferentin Stadt Zirndorf und Lisa Weiß, Cafè Eders informieren über ein nachhaltiges Mehrweggeschirr sowie über entsprechende Fördermöglichkeiten für dessen Einsatz. (Fotos: Landratsamt Fürth)

Bei „To Go“ und „Take-away“ wird bislang überwiegend auf Einwegverpackungen gesetzt, die nach Gebrauch im Müll landen. Allerdings gibt es schon unterschiedliche Lösungen für Mehrweg-Geschirr auf dem Markt.

Nachhaltigkeit ist im Landkreis Fürth

Nachhaltigkeit ist im Landkreis Fürth ein wichtiges Thema. Welche Möglichkeiten es zum Thema Mehrwegverpackungen gibt, stellte Landrat Matthias Dießl zusammen mit den Betreibern des Cafés Eder in Zirndorf vor. Dort kommt Mehrweggeschirr bereits testweise zum Einsatz.

Einwegverpackungen steigern die Abfallmengen und sind nicht nachhaltig”, sagte Matthias Dießl. Wie er betonte, wird Mehrweggeschirr für gastronomische Betriebe, die Essen und Getränke auch zum Mitnehmen anbieten, ab dem Jahr 2023 zur Pflicht. Hintergrund sei eine Novelle des Verpackungs-Gesetzes vom Mai 2021. “Wir wollen das Thema im Landkreis daher so schnell wie möglich angehen und die Wirtschaft bei der Umstellung unterstützen”, so Matthias Dießl.

Aus diesem Grund legt der Landkreis Fürth ein Förderprogramm für Mehrweggeschirr auf. Gastronomen können über dieses Programm bis zu 300 Euro Zuschuss für Anschaffungskosten von wiederverwendbaren Behältern oder für Beteiligungsgebühren an einem Mehrweg-System beantragen.

Die Sparkasse Fürth stellt 15 000 Euro für dieses Förderprogramm zur Verfügung. Der Landrat dankte der Sparkasse für dieses “wichtige Engagement”.

Adolf Dodenhöft: „Werterhalt und Nachhaltigkeit sind zentrale Anliegen der Sparkasse Fürth. Wir machen uns stark für einen schonenden Umgang mit der Umwelt und eine sparsame Nutzung von Ressourcen. Deshalb liegen uns Projekte wie dieses ganz besonders am Herzen.“

System der Firma reCIRCLE

Die Wirtschaftsreferentin der Stadt Zirndorf, Ines Spitzer, hat sich über verschiedene Mehrwegsysteme informiert. Als sehr sinnvoll sieht sie das System der Firma reCIRCLE. Das Mehrweggeschirr dieses Startup-Unternehmens mit Sitz in Stuttgart wird derzeit in zwei Zirndorfer Betrieben getestet, darunter im Café Eders.

Statt in Einwegverpackungen werden Speisen zum Mitnehmen im Café in die sogenannte “reCIRCLE BOX” und Getränke in den “ISY Cup” gefüllt. Für die Box zahlen Gäste zehn Euro Pfand, für den Becher fünf Euro und die Ausleihe wird im Kassensystem verbucht. Bringen Gäste die gebrauchten Mehrwegbehälter zurück, bekommen sie das Pfand erstattet, die Rückgabe wird verbucht und die Box oder der Becher für die nächste Ausleihe gespült.

Wir finden das eine super Sache und auch bei den Gästen kommt das sehr gut an”, sagte Café-Inhaberin Lisa Koch.

Mehrweggeschirr

Dieses Mehrweggeschirr kann nach Herstellerangaben bis zu 200 Mal wiederverwendet werden. Je nach Material von vergleichbaren Einwegverpackungen schneide die reCIRCLE BOX in der Ökobilanz bereits ab 8 bis 16 Wiederverwendungen besser ab als das Einweggeschirr.

Damit sparen Gastronomen nicht nur eine Menge Müll, sondern auch aktiv Kosten im Vergleich zu Einwegverpackungen ein”, sagte der Landrat. Darum begrüßte Matthias Dießl die Zirndorfer Initiative, dies sei ein aktiver Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele auf regionaler Ebene.

Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel freute sich, dass in Zirndorf Mehrweggeschirr bereits zum Einsatz kommt. “Es ist toll, dass wir so engagierte Betriebe in der Stadt haben, die Vorreiter sind”, betonte er. Er hoffe, dass viele diesem Beispiel folgen werden.

Unser Ziel ist es, dass die Bürgerinnen und Bürgern so schnell wie möglich bei vielen Gastronomen Mehrweggeschirr erhalten können”, fasste Matthias Dießl zusammen.

Zum Antrag für das Förderprogramm

Quelle: Landratsamt Fürth

 

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