Fühfant unterwegs: Der Cadold hat mich auf die Spur gebracht

Unser Fühfant ist wieder unterwegs in Stadt und Landkreis Fürth. Diesmal kam er über den Cadold zur Cadolzburg – das Abenteuer begann.

Kennt ihr Cadold oder Kadolt? Kein Wunder, er ist auch noch sehr unbekannt. Ich bin ihm im Netz begegnet. Da gibt es ein Kreativprojekt mit dem Thema „Der Cadold des Monats“. Um was es dabei geht? Die heutigen „Burgherren“ der Cadolzburg suchen den Namensgeber ihrer Burg und forschen nach seinem Aussehen. Jeden Monat wird ein neues Porträt vorgestellt, teilweise zwar recht wild, aber immer anregend. Eine Idee, oder besser Ahnung, haben die Burgherren aber schon, zumindest vom Ursprung des Namens: „Als Eigenname kam ‚Kadolt‘ im Mittelalter im deutschsprachigen Raum häufiger vor. Allerdings gibt es keine eindeutigen Belege für bestimmte historische Personen, die mit Kadolts Burg in Verbindung zu bringen wären.“ Wer es aber historisch wirklich war, bleibt im Dunkeln. Ich auf alle Fälle war ganz begeistert von den Ideen und habe dabei auch die Cadolzburg entdeckt. Ein Abenteuer.

Mit dem Cadold das Spätmittelalter mit allen Sinnen erleben

1157 wird Cadolzburg erstmals urkundlich erwähnt. In der Mitte des 13. Jahrhunderts gelangte das Gebiet rund um Cadolzburg in den Besitz der Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern. Nachdem es im 14. Jahrhundert zu immer stärkeren Konfrontationen mit der Bürgerschaft der Nürnberger Reichsstadt kam, verlegten sie ihren Herrschaftsschwerpunkt auf die nahe gelegene Cadolzburg. Von hier aus ernannte König Sigismund Burggraf Friedrich VI. 1415 zum Kurfürsten der Mark Brandenburg. Seither zählten sie zu den sieben Königswählern und hatten eine herausgehobene Stellung im Alten Reich inne, die in der Konsequenz nicht zuletzt dazu führte, dass sie 1701 zu Königen in Preußen und 1871 zu Kaisern des Deutschen Reichs aufstiegen. So kommt es, dass im späten Mittelalter eine ganze Weile lang auch meine Heimatstadt Berlin von Cadolzburg und Ansbach aus regiert wurde.

Die Cadolzburg ist übrigens eine der mächtigsten Burganlagen in Bayern und bietet auf einer 1500 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche eine Zeitreise ins Mittelalter. Das Museum auf der Cadolzburg versteht sich dabei als Erlebnis- und Reflexionsort. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mich in den Räumen zu bewegen und Mittelalterluft zu schnuppern. Ich hatte Glück und konnte eine Privatführung mitmachen, denn leider ist ja die Burg noch wegen Corona geschlossen. Aber bald soll es wieder anders werden. Hoffen wir, dass es klappt. Dann solltet ihr auf alle Fälle einen Tag auf der Cadolzburg einplanen und als Burgherr oder Burgfrau, vielleicht als Ritter ins Mittelalter eintauchen. Einen Vorgeschmack gibt es auf der Website im Internet – da könnt ihr auch den Film „Ich lebte zu Herrschaftszeiten“ anschauen.

Fühfant ist unterwegs in Stadt und Landkreis Fürth

Ihr wollt wissen, wo ich schon überall war? Im Februar bin ich ein bisschen durch die Stadt gestreunt, um sie etwas besser kennenzulernen. Im März war ich im Schloss Stein und im Rathaus der Stadt Fürth. Im April bin ich etwas im Landkreis gewandert. Regelmäßig berichte ich hier auf dem Blog von meinen Abenteuern, aber auch auf Facebook und in Instagram. Folgt mir, ich freue mich darauf. Und wenn ihr einen Tipp habt, schreibt mir einen Kommentar. ⬇️⬇️⬇️

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